Der Wahlakt

Die Juniorwahl wird als Online-Wahl mit dem elektronischen Wahlsystem POLYAS durchgeführt, welches auch bei regulären und rechtsverbindlichen Wahlen zum Einsatz kommt. Das technische Verfahren bei der Online-Wahl entspricht dem Prinzip des Online-Bankings, ein so genanntes "PIN und TAN"- Verfahren: Der Wahlvorstand muss nach dem "Vier-Augen-Prinzip" das Computerwahlsystem der Schule mit den PIN-Codes aktivieren, dann können die Wählerinnen und  Wähler mit dem Wahlschlüssel bzw. TAN-Code ihre Stimme abgeben. Dieser verfällt anschließend, so dass eine erneute Stimmabgabe unmöglich ist.

Entwickelt wurde das Wahlsystem POLYAS von einem Kasseler IT-Unternehmen, das bereits erstmalig 1996 in Finnland mit 70.000 Wählerinnen und Wählern das System erfolgreich einsetzte. Im Jahr 2002 folgte der Einsatz bei der bundesweiten Juniorwahl mit 80.000 Jugendlichen.

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Bei der Technik stehen vor allem zwei Aspekte im Vordergrund: Die Durchführung einer möglichst sicheren Wahl und die benutzerfreundliche Bedienung ohne zusätzliche Installationen. Die Vorteile des Systems liegen darin, dass es trotz der inhomogenen Rechnerstruktur in den Schulen (unterschiedliche Betriebssysteme, Browser etc.) ohne weitere Installationen einsetzbar ist. Polyas selbst arbeitet ausschließlich auf Grundlage von Open Source-Software (Linux, Apache/Tomcat und PostgreSQL). Die Wahlsoftware ist ebenfalls unter eine Open Source-Lizenz gestellt. Das System ist dabei so ausgelegt, dass pro Stunde ca. 20.000 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgeben können, ohne dass der zügige Ablauf durch schnellen Seitenaufbau während des Wahlgangs gefährdet ist. Zudem kommen dabei redundante Server zur Lastverteilung zum Einsatz.

95 Prozent der Schulen bewerten die Online-Wahl als eine sinnvolle Wahlmethode für die Juniorwahl. Zum einen spricht sie die Schülerinnen und Schüler besonders gut an, zum anderen ist sie zeitsparend und einfach in der Anwendung. Hervorgehoben wird dabei vor allem das Auszählverfahren per Knopfdruck. Dies minimiert den Aufwand deutlich. Auch aus Sicht der Organisatoren hat sich die Wahlmethode hervorragend bewährt, da das Wahlsystem eine problemlose, organisatorisch vereinfachte und überschaubare Umsetzung einer bundesweiten Wahl in allen 16 Bundesländern oder weltweiten Wahl auf allen Kontinenten und in allen Sprachen ermöglicht.

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