84 Schulen in M-V nahmen teil: Juniorwahl 2016

So lag die Wahlbeteiligung mit 72 Prozent deutlich über der bei der Landtagswahl (61,9 Prozent). Auch bei den Parteien setzten die Jugendlichen zum Teil andere Akzente. Bei den Juniorwählern hatte die CDU (21,9 %) die Nase vorn, wenn auch nur mit geringem Vorsprung vor der SPD (20,2 %). Drittstärkste Kraft bei den Schülern wurden die Grünen, die mit 15,8 Prozent den erneuten Einzug in den Landtag deutlich wieder geschafft hätten.  DIE LINKE bekam 9,4 Prozent der Stimmen, viel Zustimmung bekam auch die Tierschutzpartei mit 6,7 Prozent Ja-Stimmen. Die AfD dagegen blieb mit 5,4 Prozent deutlich unter dem Landtagswahl-Ergebnis, wäre damit aber auch ins Parlament eingezogen. Die NPD haben auch die Jugendlichen abgewählt. Mit 4,4 Prozent der Ja-Stimmen lag sie etwa gleichauf mit den Piraten (4,5 %). Auch die FDP verfehlte mit 3,0 Prozent den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

Das Projekt "Juniorwahl" gibt es parallel zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen. Dabei werden im Unterricht simulierte Wahlen inhaltlich vorbereitet und durchgeführt. Die Lehrer behandeln das Thema im Unterricht, den Wahlakt organisieren die Schülerinnen und Schüler selbst. Höhepunkt des Projektes ist eine landes- bzw. bundesweite Juniorwahl, die in der Woche vor der echten Wahl als Online-Wahl am Computer durchgeführt wird. Punkt 18.00 Uhr wird dann am Wahlsonntag das Ergebnis bekannt gegeben. 

Wegen der Sommerferien unmittelbar vor der Landtagswahl fand die Juniorwahl in M-V diesmal bereits am Schuljahresende statt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse aber auch erst am 4. September nach Schließung der Landtags-Wahllokale.

Zu den Ergebnissen der Juniorwahl 2016 in M-V und zu weiteren Informationen zu Idee, Zielen, Organisation und Erfahrungen der Juniorwahl

Quelle: Landtag Mecklenburg-Vorpommern

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